Heppe Geschichten
. . . Lange Zeit
beherrschten die Erzbischöfe von Mainz und einige Adelsgeschlechter weite
Gebiete des Spessarts. Sie schätzten die fast endlosen Wälder vor allem als
ideales Jagdrevier. Waldbauern und Jagdgehilfen errichteten die ersten kleinen
Siedlungen an den Waldrändern, sogenannte Forst und Bachhuben, aus denen einige
Spessartgemeinden entstanden.
Es führten nur wenige Wege
durch den Spessart, und die beschwerliche Reise durch den dichten Wald war nicht
ganz ungefährlich. Auch Schriftsteller und Dichter zog der Spessart mit seiner
natürlichen Schönheit in seinen Bann. So erfahren wir in Willhelm Hauff`s
berühmten Erzählungen. Das ,,Wirtshaus im Spessart’’ und im gleichnamigen
Fernsehfilm etwas von der alten Spessartromantik und von den sagenumwobenen
Spessarträubern. Was davon der Wirklichkeit entsprach, und was der Phantasie des
Schriftstellers entsprang… wer will das heute noch sagen. Dieses „Wirtshaus im
Spessart“ musste nach langer und wechselvoller Geschichte dem Bau der
Autobahnraststätte Rohrbrunn weichen.
Doch trotz verkehrsmäßiger
Erschließung blieb der Spessart was er schon immer war- eine Oase der Stille und
der Ruhe.
Auch als Urlaubs- und
Erholungsgebiet ist der Spessart weit über seine Grenzen hinaus bekannt.
Herrliche Eichen- und Buchenwälder laden zum Wandern ein. Auf gut markierten
Wegen kann man die unberührte Natur und die gesunde Luft genießen. Der Wanderer
fühlt sich in eine andere Welt versetzt, weit weg von der Hektik und dem Lärm
unseres Alltags. Wer sich die Zeit nimmt, kann viele Sehenswürdigkeiten
entdecken und über all begegnen einem Zeugen einer längst vergangenen Zeit.
Auch das überlieferte Brauchtum und altes Liedgut wird hier noch gepflegt.
Zahlreiche Geschichts-, Trachten- und Musikvereine sorgen auch heute noch dafür.
. . auf den Spuren der
Spessarträuber !
